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Essaouira – Perle am Atlantik


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Wuchtig und wehrhaft steht das marokkanische Städtchen Essaouira an der Atlantikküste, ockerfarbene Zinnen und Tore schützen die kleine, blendend weiße Medina, zu deren Füßen sich ein wahrer Traumstrand nach Süden ausbreitet. Als Badedestination wurde das Städtchen bislang von Marokkanern, Windsurffans und einigen Individualtouristen geschätzt, doch erfreut sich die „Perle am Atlantik“ immer größerer Beliebtheit als Alternative zum modernen, 150 km entfernten Agadir.
Im Dezember 2001 hat die UNESCO die Medina von Essaouira zum Weltkulturerbe erklärt. Die Festungsstadt verdient diesen Titel zu recht: Geschichte, Kultur und Schönheit haben die Stadt berühmt gemacht. Nachdem schon im 7. Jahrhundert v. Chr. Phönizier hier anlegten und siedelten, gründeten Portugiesen im 16. Jahrhundert das alte "Mogador". Wirkliche Bedeutung erlangte Essaouira im 18. Jahrhundert unter Sultan Mohamed ben Abdalah, der einen Handelshafen, eine große Bastion und Kunstmonumente errichten ließ, die die Bauten der benachbarten Küstenstadt Agadir an Größe und Schönheit übertreffen sollten.
In den 70er Jahren strömten verstärkt Künstler und Sinnsucher, darunter der Rockmusiker Jimmi Hendrix, in die "weiß-blaue" Stadt - fast alle Häuser sind schneeweiß getüncht, Türen und Fenster blau bemalt. Dann kamen die Selbstfindungstruppen mit ihren diversen therapeutischen Gurus, und bald gesellten sich europäische Spekulanten dazu, die erkannten, dass man mit der Schönheit dieser Stadt und ihren billigen Arbeitskräften eine Menge Geld verdienen kann. Trotzdem hat die Stadt nichts von ihrem Charme verloren.
Alte Stadttore, flankiert von dunkelhäutigen Trommlern aus dem Süden, führen in die Medina. Wie in ganz Marokko, so begegnet man auch hier dem landestypischen weithin sichtbaren Wasserverkäufer im kunterbunten gewebten Umhang und einem überdimensionalen Hut, an dem dicke rote Troddeln baumeln. Über die Schulter hängen blinkende Wassernäpfe aus Messing.
In der Altstadt wandert man durch Marktgassen, die bestückt sind mit jeder Art von Kaufbarem. Wer hier etwas Besonderes erstehen möchte, der sollte sich an die herrlichen Dinge aus Thuja-Holz halten mit Einlegungen von Perlmutt, Ebenholz und Goldfäden. Dekorations- und Einrichtungsgegenstände mit Intarsien im charakteristisch-geometrischen Stil alter marokkanischer Kunst - hergestellt in mühevoller und präziser Kleinarbeit - gaben Essaouira einen weltweiten künstlerischen Ruf. Heute arbeiten die hervorragenden Meister in der am Meer gelegenen Kasbah.
Hier findet man auch die Hafenbastion mit schweren bezinnten Mauern, einer Sammlung alter spanischer Kanonen und einem großen quadratischen Turm, von dem man einen letzten Blick auf die wunderbare weißblaue Stadt und den weiten Atlantik werfen kann.
Essaouira
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