Kultur
Lifestyle
Touristik
Medien
Referenzen
Archiv
Kunstmetropole Basel/ Van Gogh Superstar


>>> weitere Bilder ansehen >>>
40 Museen auf 40 km2 - keine andere Stadt der Schweiz weist eine grössere Dichte an kulturellen Sensationen auf als Basel. Spannende Kontraste zur bestens erhaltenen Altstadt setzen die Museumsbauten namhafter Architekten, allen voran das Schaulager der Basler Stararchitekten Herzog & de Meuron, Renzo Pianos Fondation Beyeler oder das Vitra Design Museum des Kaliforniers Frank O. Gehry. Die Münsterstadt am Rhein trumpft nicht nur mit dem ältesten Kunstmuseum Europas auf; auch beim Puppenhausmuseum am Barfüsserplatz und dem Schweizerischen Architekturmuseum am Steinenberg sind inspirierende Museumsaufenthalte auf höchstem Niveau gewiss. Darüber hinaus begeistert die „Art Basel“, der wichtigste Event der Kunstbranche, jedes Jahr ein zahlreiches Publikum. Und während der Sommermonate (28. Juli bis 15. August) ruht das Kulturfloss „S’isch im Fluss“ fest verankert am Rheinufer. Trotzdem sorgt es für Bewegung und verwandelt die Rheinpromenade regelmässig in eine Freilichttanzbühne. Jeden Abend spielen Bands mit verschiedenen Musikrichtungen.

Noch bis zum 27. September zeigt das Kunstmuseum Basel nun zum ersten Mal in diesem Umfang die Landschaftsbilder des Publikumsmagneten Vincent van Gogh (1853 – 1890). 70 Gemälde – sowohl weltbekannte Schlüsselwerke als auch bisher der Öffentlichkeit kaum bekannte Bilder – eröffnen einen neuen Zugang zur Kunst van Goghs.

Die Landschaften, in denen van Gogh lebte, haben ihn und seine Kunst zutiefst geprägt. Die Ausstellung macht die Kontinuität seiner künstlerischen Suche zum ersten Mal ausschliesslich an Hand der Landschaftsgemälde sichtbar. So lässt sich nachvollziehen, wie die erdigen Töne des holländischen Frühwerks in Paris nach der Begegnung mit der französischen Gegenwartskunst allmählich einer lichten und farbbetonten Malweise Platz machten, bis van Gogh in Arles zu intensiv gesteigerten Farbklängen und Pinselrhythmen findet. In Saint-Rémy erreichen seine Werke schliesslich ein höchstes Mass an Gespanntheit, alle Elemente der Landschaft erscheinen von einer Art innerer Erregung erfasst. Sein letzter Lebensabschnitt in Auvers steht noch einmal für einen künstlerischen Neubeginn. In kühleren, gebrocheneren Tönen legt van Gogh einen mehrteiligen Zyklus breiter Panoramaformate an, die der nordfranzösischen Landschaft gewidmet sind.

Die Ausstellung umfasst Leihgaben van Goghs aus Privat- und Museumsbesitz in Europa, Amerika und Asien, die eine breite Öffentlichkeit zum Teil noch nie gesehen hat. Diese Übersicht wird durch Landschaftsgemälde von Zeitgenossen van Goghs aus der weltberühmten Sammlung des Kunstmuseums Basel ergänzt – von Monet und Pissarro über Degas und Cézanne bis zu Renoir und Gauguin. Diese stellen das Schaffen eines der bedeutendsten und bekanntesten Maler der Kunstgeschichte in einen grösseren Zusammenhang.

Museumssprecher Christian Selz, wegen diverser Anfragen zurzeit im Dauereinsatz, ist begeistert von der Ausstellung: "Ich finde sie fantastisch", schwärmt er. Auch die Konzeption und Hängung haben ihn überzeugt: "Die Bilder haben Platz zum Wirken und konkurrenzieren sich nicht." Schon die ersten Besucher hätten Selz gezeigt, dass Van Gogh "ein Künstler ist, der alle Menschen begeistern kann". Sowohl kleine Kinder als auch ältere Leute seien von den Bildern fasziniert.

Mehr als 3000 Besucher kamen am Sonntag zum offiziell ersten Ausstellungstag ins Basler Kunstmuseum. Damit lag der erste Andrang "über den Erwartungen" bestätigt Selz.

Die erstmalige übergreifende Präsentation von van Goghs Landschaften macht es möglich aufzuzeigen, in welchen Werkzusammenhängen der Künstler dachte. Sein ursprünglich thematisches Interesse am Zyklischen in der Natur übertrug er auf das Prinzip von Werkserien und -zyklen. Ausschnittsweise werden diese Zyklen und werkübergreifenden Formen, mit denen van Gogh experimentierte, in der Ausstellung rekonstruiert. Mit den Auftritten des Sämanns und des Schnitters, mit Themen wie der Obstblüte und der Kornernte betont er den Kreislauf der sich stets erneuernden Naturkräfte.
„In allen Perioden seiner kurzen Schaffenszeit feierte van Gogh in seinen Werken die Einzigartigkeit und Schönheit der Schöpfung“ so Nina Zimmer, Kuratorin der Basler Ausstellung. Die Ausstellung zeige das gesamte Panorama von van Goghs Welt: Dorf- und Stadtlandschaften, Gärten, Parks, Felder, Olivenhaine oder auch Weinberge. „Die Ausstellung dokumentiert seine intensive Verbundenheit mit der Natur anhand von vielen herausragenden Werken.“ Selbstbewußt nennt das Museum seine Schau das wichtigste Kunstereignis Europas und erwartet eine halbe Million Besucher.
Basel
http://www.kunstmuseumbasel.ch
http://www.basel.com
http://www.schweizerhof-basel.ch
diesen Beitrag downloaden
Reisereportagen
Weihnachten auf finnisch
Ven: Oase im Öresund
Jetzt fliegen wieder die Schneebälle
Marokko – nicht nur für Cineasten
Mit dem Fahrrad auf den Spuren Lyonel Feiningers rund um Usedom
Das Land, das singt
Zwischen Meurthe, Mosel, Maas und Marne
Baskenland: Spanien ist weit weg
Überwintern im warmen Süden
Erst Vokabeln, dann Vergnügen
Das Licht der Provence
Wie im Kino
Verkehr
Mit Verspätung zur Reisemesse
 
   
  ImpressumKontakt