Kultur
Lifestyle
Touristik
Medien
Referenzen
Archiv
Milla Kay: Die Gesangsentdeckung des Jahres



Ihre musikalische Heimat liegt irgendwo zwischen Bossa und ¾-Takt, Sade und Holly Cole, zwischen Pop und Jazz – ansonsten fühlt sich die 34-jährige Sängerin und Songschreiberin Milla Kay heute in Hamburg zu Hause, nachdem sie ihre bürgerlichen Berufswege in Kiel vor einigen Jahren verlassen hat. Zusammen mit ihrem Lebensgefährten Hauke Kliem jobbte sie zwischen Studio und Bandbühne, schrieb Songs und machte Demos - bald sogar professionell. Im letzten Jahr entstand das Debütalbum „Out of Place“, das nicht nur die Musikpresse begeistert hat. Vielmehr hat das Duo sich damit eine eigene Nische geschaffen: ausgefeilter Crossover-Pop mit unterschiedlichsten Einflüssen aus Jazz, Soul und Latin. Dabei fungiert Milla Kays samtene Stimme als Schlüssel zu der stilistischen Gratwanderung. Eine Stimme, die sie geschickt einzusetzen weiß, in eigenen Stücken, aber auch in neu arrangierten Klassikern aus dem Great American Songbook. Der verhalten optimistische Track "Symphony" ist dem einen oder anderen auch bereits als Musik zum aktuellen SKL-Werbespot bekannt.

Am Freitag, den 4. Juli wird Milla Kay zusammmen mit der aus Nigeria stammenden Sängerin Asa auf der Jazz Baltica die "European-African-Songnight" bestreiten, die live auf 3Sat übertragen wird.

Bei aller Unterschiedlichkeit ihrer kulturellen Herkunft und ihrer Ausdrucksformen verkörpern beide Sängerinnen eine verwandte Grundauffassung. Sie verbinden in einer zeitgemäßen und frischen Melange die Musikerfahrungen ihrer jeweiligen Herkunftsländer und Kulturkreise mit einem Stilmix aus Jazz und Pop.

DER KULTURONKEL sprach mit der Sängerin.

Eure Musik ist vielseitig inspiriert. Man kann verschiedene Einflüsse heraushören: Jazz, Bossa Nova, Blues und Soul. Wie würdest du eure Musik selbst beschreiben?

Im Kern steht immer das Lied und dazu singe ich ein "Textgefühl", die fertigen Zeilen kommen also erst später. Beim Arrangieren und Produzieren toben wir uns dann beide aus, wobei Hauke die Akkordfarben und Grooves entwickelt. Durch diese Harmonien und Rhythmen wird es mal poppig mal eher Jazz oder es kommen andere Musikstile hinzu. Wenn die einen mehr die eine Richtung und andere die andere Richtung heraushören, ist das völlig okay.

Das Songmaterial stammt überwiegend aus deiner Feder. Wie wirst du inspiriert?

Das ist kein einheitliches Strickmuster. Manchmal fange ich mit einer Melodie an, die mir im Kopf herumgeht oder die ich von einer anderen Band gehört habe. Dann lasse ich mich wieder von einem Buch inspirieren, das toll geschrieben ist.

Auf der Homepage der JazzBaltica wirst du als „Die Gesangsentdeckung des Jahres“ gefeiert. Auch andere Pressemedien sind voll des Lobes über euer Debütalbum „Out of place“. Wie gehst du damit um?

Das ist sehr bestärkend und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind mit unserer Musik. Als Mittdreißiger haben wir ja recht spät mit der Profi-Musik angefangen. Mir zaubert das Lob daher ein Glückslächeln auf die Lippen. Das ist einfach ein schönes Gefühl.

Euer Konzert in Salzau wird live auf 3SAT übertragen. Seid ihr schon aufgeregt?

Ja, das ist schon aufregend. Denn dann zählt wirklich der Moment, der auch noch in Bild und Ton festgehalten wird. Das ist für Musiker gar nicht so gut zu ertragen, wenn man später die Aufzeichnung nochmal sieht. Aber natürlich birgt das auch tolle Chancen.

Was erwartet das Publikum?

Wir spielen hauptsächlich Stücke vom Album, aber auch neue Kompositionen. Und wir werden in Quintett-Besetzung auftreten.

Die „European-African SongNight“ wird live ab 22:25 Uhr auf 3Sat übertragen. Restkarten gibt es noch an der Abendkasse.
Wer Milla Kay danach gleich noch einmal hören möchte: Am 7. August singt sie bei einem exklusiven JazzBaltica Special auf Sylt.
European African SongNight
Location:
Salzau

Termin: Freitag, 04.07.2008

http://www.jazzbaltica.de
diesen Beitrag downloaden
Museum
Der Mann, der die Welt erleuchtete
Emil Noldes "Land am Meer"
Die SS Cimbria - eine deutsche Titantic
Gegen Diktatur
"Karl Valentin. Filmpionier und Medienhandwerker"
Geschichtenbilder
Neues Flaggschiff für die Westküste
Bühne
Die Oper zum Klimawandel
"Der fliegende Holsteiner"
„Ich bin der willenlose Sklave meiner eigenen Neugier“
Ausgelassenes Treiben bei den Schlossfestspielen Schleswig
Zerrissen zwischen zwei Welten
Macht und Moral
Wiederentdeckung eines Stiefkindes der Opernliteratur
Neue Spielzeit am Schleswig-Holsteinischen Landestheater
Neue Konzertsaison am Schleswig-Holsteinischen Landestheater
Fliege deinen Traum
Eine Odyssee
UTE LEMPER MIT NEUEM ALBUM AUF TOURNEE
Hauke Haien reitet wieder
Kultfilm als Bühnenversion
Keine verrostetet alte Dame
Im Hamsterrad der Bürgerlichkeit
Les Misérables am Theater Lübeck
„Die norddeutsche Fassung des 'Paten'“
„Ninotschka“lässt es an der Förde swingen
Public Viewing mit Bio
Literatur
Starke Frauen in scheinbar ausweglosen Situationen
Hellmuth Karasek liest Wilhelm Busch
„Wo kann ich am besten eine Leiche verschwinden lassen“
Ein Schuss, ein Schrei - das Meiste von Karl May
Träume vom verlorenen Paradies
 
   
  ImpressumKontakt