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100 Jahre Laeiszhalle



Die Laeiszhalle in Hamburg wird 100 Jahre alt. Und feiert an diesem Wochenende mit großem Jubiläumsprogramm: klassische Festkonzerte im Saal und ein buntes Open-Air-Programm vor der Halle.

"Laeiszhalle ist Hamburg: Von der Eröffnung bis heute hat die Laeiszhalle die wechselvolle Geschichte der Stadt geteilt, dabei ist sie immer die erste Adresse für edle und ernste Musik in Hamburg und Norddeutschland geblieben“ erklärt Geschäftsführer Dr. Gereon Röckrath stolz beim Blick zurück auf die 100jährige Geschichte des bekanntesten Norddeutschen Konzerthauses.
Eine „würdige Stätte für die Ausübung und den Genuss edler und ernster Musik“ zu schaffen, war Ende des 19. Jahrhunderts das erklärte Ziel der Laeiszhallen-Stifter Carl Heinrich Laeisz und seiner Frau Sophie Christine. Der Hamburger Reeder hatte der Stadt dafür testamentarisch 1,2 Millionen Mark gestiftet zum Bau des Hauses vermacht; eine Summe, die später von seiner Witwe nachträglich noch aufgestockt wurde. So entstand zwischen 1904 und 1908 unter der Leitung der Architekten Martin Haller und Emil Meerwein eine Musikhalle im Herzen Hamburgs in dem damaligen Zeitgeschmack entsprechenden neobarocken Stil.
„In der Laeiszhalle spielten weltberühmte Orchester und Künstler“ weiß Röckrath. „Von Strauss, Prokofieff und Strawinsky bis hin zu Maria Callas, Nigel Kennedy und Alfred Brendel schlug die Atmosphäre des Hauses Künstler aus aller Welt in ihren Bann.“ Pianist Vladimir Horowitz erlebte 1926 bei einem Konzert in der Laeizhalle seinen großen Durchbruch in Deutschland. 1930 spielte in der Hamburger Neustadt das zwölfjährige Wunderkind Yehudi Menuhin - und löst wahre Beigeisterungsstürme aus. Über 400.000 Besucher hat das Haus pro Jahr und ist heute Heimat für die Philharmoniker Hamburg, die Hamburger Symphoniker und das NDR-Sinfonieorchester.
Aber es treten auch hochkarätige Interpreten aus Jazz, Pop, Rock oder Weltmusik auf. „Das Konzerthaus am Johannes-Brahms-Platz ist für alle Hamburger eine Musikinstitution, unabhängig davon, ob sie Klassik-Liebhaber sind oder nicht und leistet damit einen einzigartigen Beitrag zum kulturellen Leben in der Hansestadt."

Seit 2002 sind die Betreiber der Laeiszhalle nicht mehr nur Vermieter des Konzerthauses. Als Veranstalter "m-Konzerte" hat sich das Traditionshaus ein ganz eigenes Profil erarbeitet. DieKonzertreihe soll auch als Vorlage für das künftige Programm der Elbphilharmonie dienen und Stammpublikum binden. "Wir wollen nicht, dass die Laeiszhalle ein Schattendasein neben der Elbphilharmonie fristet", räumt Dr. Gereon Röckrath Befürchtungen aus. Der Saal sei gebaut worden in der Zeit, in der die romantischen Sinfonien komponiert wurden. Da habe er eben unglaubliche akustische Vorzüge. Damit setzt der Geschäftsführer auf das hanseatische Traditionsbewusstsein. "Viele Hamburger haben eine große Anhänglichkeit an das Haus. Sie erwarten von uns, dass wir ihm auch in der Zukunft die Aufmerksamkeit in der Programmgestaltung widmen, die dem Haus gebührt"
Das Jubiläum soll am Wochenende gebührend gefeiert werden. Höhepunkt der 100-Jahre-Feier: Die drei großen Orchester der Stadt spielen ein Geburtstags-Ständchen. Das NDR Sinfonieorchester unter Christoph von Dohnányi (14.6., 20 Uhr, Restkarten 11 - 26 Euro). Die Philharmoniker Hamburg, dirigiert von Simone Young (15.6., 11 Uhr, 18 - 45 Euro). Sowie die Hamburger Symphoniker unter Andrey Boreyko (15.6., 19 Uhr, 9 - 49 Euro).
Am Sonnabend, 14. Juni, wird dann ab 14 Uhr vor der Laeiszhalle gefeiert. Auf einer großen Bühne auf dem Johannes-Brahms-Platz, kostenlos für alle Besucher. Pianist Joja Wendt führt durchs Programm. Auf der Bühne: Stargast Roger Cicero, das Schlagwerk-Quartett „Elbtonal Percussion“ und das original „British Forces Network-Jazzquintett“ aus den Nachkriegsjahren.
Location:
Laeiszhalle
Hamburg

Termin: Samstag, 14.06.2008

http://www.laeiszhalle.de
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