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Budapest Sounds mit Yonderboi



„Shallow And Profound“ (oberflächlich und tiefgründig) - so betitelt der bescheidene, erst 19jährige Yonderboi alias László Fogarasi aus Ungarn sein Debutalbum, das im Frühjahr 2000 veröffentlicht wurde. Die Auffnahme wurde von Seiten der Medien weltweit außerordentlich positiv aufgenommen, und nach über 40 CD-Rezensionen allein in Deutschland (von Vogue über JazzThing bis De:Bug) sowie zahlreichen Features und Interviews wurde klar, das Yonderboi in der Tat etwas Besonderes ist.
Dabei scheint ihm die Musikalität zunächst nicht in die Wiege gelegt worden zu sein. Zu Schulzeiten bescheinigt ihm sein Musiklehrer eine „Stockstimme“ und schließt ihn aus dem Schulchor aus.
Nach dem ersten Gitarrenunterricht muss das Instrument ziemlich schnell dem Mono-Soundkarten-Computer weichen, den Yonderboi sich mit 13 zulegt. "Bumm/Tschik" selbst machen zu können fasziniert ihn bei weitem mehr als diese Musik selbst. Nach ein paar Ausflugsfahrten in die vier Busstunden entfernte Hauptstadt Budapest, bei denen er Schallplatten erwerben wollte, der gesuchten Musik aber nicht fündig wurde, entschied er sich zum "Do-It-Yourself".
Mit 16 schickt er sein erstes Demo an das Budapester Label Juice Records. Mit der Coverversion eines 'The Doors'- Klassikers wird er auf mehreren Kopplungen, in diversen Ländern Europas lizensiert. Nach dem Abi übersiedelt er in die Stadt und produziert sein mittlerweile legendäres Debüt aus wunderbar verdrehten HipHop-Breaks, Folklore-Samples und Ambient Akkordeon mit teilweise so lustigem Equipment wie einer Vermona-Orgel aus DDR-Kombinatszeiten. Seitdem ist Yonderboi nicht mehr aus der Electro-Szene wegzudenken und spielt mit seinem Quintett in Klubs und auf Festivals in ganz Europa. Neben den Soundtracks für mehrere ungarische Filme produzierte er Musik für den Schweizer Ausdruckskünstler Urs Lüthi und arbeitete eng mit Florian Boesch für eine Theaterproduktion am Bayerischen Staatsschauspiel zusammen, die auf der Biennale in Venedig verwendet wurde. Nun kommt das mittlerweile 26jährige Wunderkind im Rahmen der Avantegard-Sparte „anbruch“ des Schleswig-Holstein Musik Festivals in den Norden nach Kiel und Hamburg. „Yonderboi hat es geschafft, dass seine Musik trotz aller Internationalität einen ganz klaren osteuropäischen Touch hat. Er ist bis heute ein Wunderkind der Popkultur und deshalb haben wir alles daran gesetzt, ihn zu uns nach Schleswig-Holstein zu holen“ verrät Dr. Christian Kuhnt, 'Erfinder' von „anbruch“ und künstlerischer Direktor des Klassikfestivals. Eine Woche lang, vom 21. bis 26. August, sind die Zuhörer in Hamburg, Kiel, Salzau und Lüneburg eingeladen, mit Neugier das zeitgenössische Musikschaffen des Partnerlandes Ungarns zu erkunden. Werke von Eötvös oder Ligeti, pianistische Glanzleistungen mit Pierre-Laurent Aimard oder der Ungarn Gábor Csalog eröffnen dem Publikum dabei neue und ungewohnte Hörwelten.
Location:
24.8., 21.00: Uebel und Gefährlich Hamburg
25.8., 21.00: halle 400, Kiel

http://www.anbruch.de
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