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"Musik ist meine Identität"



Der Cellist Leonard Elschenbroich hat schon zahlreiche renommierte Preise gewonnen und war auf wichtigen Konzertpodien wie dem Amsterdamer Concertgebouw zu Gast. Am 18. Juli erhält er - im Rahmen des SHMF-Auftaktkonzerts zum Länderschwerpunkt Deutschland - den mit 10 000 Euro dotierten Leonard Bernstein Award, gestiftet von der Sparkassen-Finanzgruppe. DER KULTURONKEL sprach mit dem 23Jährigen.

Sie haben bereits sehr früh, im Alter von sechs Jahren, mit dem Cellospielen begonnen. Mit zehn Jahren wurden Sie mit einem Stipendium an der Yehudi Menuhin School in London aufgenommen. Wann war klar, dass Sie Ihr Leben ganz der Musik widmen wollen?

In bin nicht mit einem Wunsch an die Yehudi Menuhin School gegangen, Berufsmusiker zu werden, sondern um Cello zu spielen. Dort war ich umgeben von anderen, die das gleiche getan haben wie ich. Da war es ganz selbstverständlich, dass Musik mein Lebensinhalt und meine Identität sein würde.

Dort haben Sie auch mit dem Komponieren begonnen. Tun Sie das immer noch?

Ich widme zwar meine Zeit überwiegend dem Cellospiel, aber ab und an ergibt sich eine Gelegenheit zum Komponieren. Auf meiner CD mit Werken von Schnittke, die nächstes Jahr erscheinen wird, habe ich eine Hommage-Komposition zu seinem 10. Todestag hinzugefügt. Ein fünfminütiges Stück von mir für Cello und Klavier, das ich in seinem Gestus geschrieben habe. Aber das ist eher Teil der Interpretation als eine ausgesprochene Komposition.

Was braucht ein Cellist zum Erfolg?

Das ist schwer zu sagen. Es gibt so viele Karrieren wie Individuen, die es dazu gebracht haben. Ich habe kein Rezept wie man erfolgreich wird. Abgesehen davon, würde ich nicht von mir behaupten, erfolgreich zu sein. Ich habe in den letzten Jahren Glück gehabt und es ist viel vorangegangen; wie sich das in den nächsten Jahren entwickeln wird, ist nochmal eine ganz andere Frage. Jeder Künstler muss seinen eigenen Weg suchen; man kann keinen Fußstapfen und keinem Muster folgen.

Am Sonnabend wird Ihnen in Kiel der Leonard Bernstein Award verliehen. Es ist ja nicht der erste Preis, den Sie bisher entgegen nehmen konnten. Was bedeutet er Ihnen?

Es ist bei weitem der wichtigste Preis, den ich bisher bekommen habe, und ich bin stolz, nun in einer Reihe mit Lang Lang, Martin Grubinger und Anna Vinnitskaya zu stehen. Vor allem aber freue ich mich auf das Preisträgerkonzert zusammen mit Anne Sofie Mutter und Christoph Eschenbach, die mich beide in den letzten Jahren sehr unterstützt haben.
Auftakt Deutschland/ Preisträgerkonzert Leonard Bernstein Award
Location:
Sparkassen Arena
Kiel

Telefon: 0431 - 570 470

Termin: Samstag, 18.07.2009

http://www.shmf.de
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