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Jazz lebt von Veränderung



Am 11. April spielt das Hamburger KBP Trio im Kultur- und Bürgerhaus Marne. Der Name versammelt nach alter Jazzer-Sitte die Initialen der beteiligten Musiker: Dominik Kylies (Bass), David Baaß (Piano) und Matthias Petersen (Schlagzeug). Und doch sind die drei Jungs keine Traditionalisten. Im Gegenteil. Erst vor drei Jahren fanden sie zusammen und entwickelten ein vielseitiges Repertoire, das die Freunde von klassischem Klavierjazz ebenso überzeugt wie die des zeitgenössischen Jazz. Mit ihren frischen Arrangements zeigen die drei jungen Musiker ein breites Genre-Spektrum und vereinen Teile aus Jazz, Funk, Fusion, und Rock zu ihrem individuellen Stil. Dabei erheben sie nicht den Anspruch stilgetreu „technisch“ Jazz zu spielen; es geht darum, das Gefühl von Jazz mit modernen und „klassischer“ Musik zu vereinen. Dabei entsteht eine vielfältige Soundkulisse aus Sphären und Rhythmen, in die der Zuhörer aktiv eingebunden wird. Andreas Guballa hat mit dem Pianisten David Baaß über das Konzert gesprochen.

Wenn man als Jazztrio Aufsehen erregen will, sollte man entweder besonders gut spielen oder mit ungewöhnlichen Projekten überraschen. Ihnen scheint beides gelungen zu sein. Was ist das Besondere des KBP Trios?

Wir verändern den Jazz, indem wir von der klassischen Darstellung des Genre weg gehen und beispielsweise mit Pop-Elementen kombinieren und mit anderen Klangfarben experimentieren, die eher aus dem Bereich Lounge-Musik kommen. So versuchen wir, den Jazz hörbarer zu machen und einer breiteren Masse zu erschließen.

Genau deswegen werden Puristen abstreiten, dass das noch etwas mit Jazz zu tun hat. Was entgegnen Sie denen?

Jazz ist eine Musikrichtung, die von Veränderung lebt und niemals stehen bleibt - genauso wie zum Beispiel die Sprache. Das Genre muss ja weiterkommen. Darum finde ich es legitim, einen anderen Weg zu gehen, der nicht der alten Jazz-Schule entspricht.

Im Jahr nach Ihrer Gründung haben Sie den „Jugend Jazzt!“ Wettbewerb gewonnen. Wie wichtig ist der Preis für die Karriere?

Im wesentlich haben wir danach Folgeauftritte bekommen, mit denen wir uns Referenzen erarbeiten und Bühnenerfahrung sammeln konnten.

Sie bringen Ihre Erfahrungen aus anderen Genre in Ihre Kompositionen ein. Wie setzt sich das Repertoire zusammen und wie entsteht es?

Wir machen grundsätzlich nur Eigenkompositionen. Irgendjemand bringt die Idee für eine Akkordfolge oder eine Meldie in die Runde ein und dann überlegen wir zusammen, wie das Stück ausgebaut wird. Dabei bringt jeder seine Qualitäten mit ein. Mein Lieblingsthema ist zum Beispiel Harmonien, der Schlagzeuger denkt sich irgendwelche Rhythmen und Kicks aus und der Bass überlegt sich passende Riffs.

Worauf darf sich das Publikum bei Ihrem Auftritt in Marne freuen?

Das Publikum ist sehr wichtig für uns. Wenn man merkt, dass es mit der Band mitdenkt, während sie musiziert, heizt einen das selber noch einmal an in der eigenen Kreativität und in dem, was man präsentiert. Für das Konzert bringen wir drei, vier frisch komponierte Stücke mit, die in Marne ihre Premiere erleben werden. Da darf es dann auch mal 'rocken'!

KBP Trio
Freitag, 11. April, 20 Uhr
KBH Marne
Eintritt: 15 Euro l Schüler & Jugendliche 10 Euro
Location:
Kultur- und Bürgerhaus Marne
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