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God Jul



Kann es geografisch noch gegensätzlichere Positionen geben? Die schwedische Sängerin und Pianistin Aino Löwenmark stammt vom Hof Hälla in der Nähe des Siljan-Sees in Dalarna; die Geigerin Hanmarie Spiegel kommt aus dem 12.000 Kilometer entfernten Pretoria in Südafrika, wo sie auf einer kleinen Farm aufwuchs. Doch gemeinsam musizieren sie, als ob sie sich schon ihr ganzes Leben kennen würden.
Damals, im Dezember 2004 hat es einfach gepasst. Menschlich, musikalisch, atmosphärisch. „Ainos Gesang hat ganz tief in mir etwas berührt“, erinnert sich Hanmari an ihre erste Begegnung mit der Sängerin und Pianistin. Als kurz darauf für jenen schicksalsträchtigen Weihnachtsbasar ein paar Musiker gesucht wurden, ward aus den beiden Musikerinnen urplötzlich ein Duo. „Das hat richtig Spaß gemacht, wir haben einfach improvisiert, und doch war es gleich wie in einem großen, vertrauten Fluss...“
Die beiden mögen zwar von verschiedenen Enden der Welt kommen, doch „uns eint ein sehr ähnliches Empfinden für harmonische Strukturen in unserer Musik“ stellt die südafrikanische Geigerin immer fest. „Unsere Stücke leben stark von ihrer jeweiligen Atmosphäre“, weiß auch Hanmari. „So wie Licht eine Landschaft in immer wieder andere Stimmungen versetzt, so geht es auch in unseren Liedern um Stimmungen, Gefühle, Berührungen.“

Da wundert es nicht, dass die beiden Musikerinnen zum „Fest der Feste“ nun bereits ihre dritte Einspielung produziert haben; eine Viertrack-EP mit dem Titel „God Jul“, in dem sich alles um Weihnachten dreht. Am 5. Dezember stellen sie es in der Zarpener Kirche und am 9. Dezember in der Fabrik in Hamburg vor.
„Weihnachten ist für mich ganz eng mit einer friedlichen Stille verbunden“, sagt Aino und erinnert sich an ihre Kindheit, als die Familie ums prasselnde Feuer herumsaß und ihre Oma Geschichten von den skandinavischen Weihnachtswichteln erzählte. Und eben dieses starke Gemeinschaftsgefühl liebt auch Hanmari bis heute sehr: „Dann öffnen sich unsere Seelen und andere können an diesem inneren Frieden teilhaben.“
Dass Aino dabei die „Waldhymne“, die Lieder über den „Lockeren Schnee“ und das „Sandkorn“ oder aktuell die Gedanken zur Weihnachtszeit („Kerskind“) auf schwedisch singt, lenkt die Konzentration noch stärker auf den Zauber dieser Musik: „Wenn du den Text nicht verstehst, öffnet sich dein Herz viel mehr für die Musik“, sinniert Hanmari.

Auch Labelchef Michy Reincke beschreibt seinen Eindruck nach dem ersten Hören der fertigen Mischung folgendermaßen: "Ich bezweifle, dass Menschen, die mit dem Sentiment von Fjarill etwas verbindet, jemals etwas so Schönes gehört haben.“ Fjarill möchten nicht verstanden werden, sondern gefühlt.
Location:
Evangelische Kirche, Zarpen
FABRIK, Hamburg

Termin: Dienstag, 09.12.2008

http://www.fjarill.de
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