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Gentlemen des Gesangs: Die King's Singers feiern Jubiläum beim SHMF


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Ein ganz besonderes Jubiläum wird in diesem Jahr beim SHMF begangen. 2007 wird es dreißig Jahre her sein, dass die King's Singers bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen ihr erstes Konzert in Deutschland gaben. Ein Ensemble dieser Art war im konservativen deutschen Konzertleben bis dato eigentlich nicht denkbar: Sechs junge Männer, die „nur singen“, mit „so komischen hohen Stimmen“ und dann „auch noch Pop“, das war alles schon sehr ungewöhnlich. Doch schnell konnte die „älteste Boygroup der Welt“ Zuschauer und Presse durch allerhöchste künstlerische Qualität begeistern. Und dabei ist es bis heute geblieben.Inzwischen sind sie auf der ganzen Welt ein Dauerbrenner. DER KULTURONKEL sprach mit Countertenor Robin Tyson über den Erfolg der Gentlemen des Gesangs und unerfüllte Träume.

Robin, erinnern Sie sich an die Reaktionen vor 30 Jahren bei Ihrem allerersten Konzert in Deutschland?

Ich war damals noch kein Mitglied der King's Singer. Aber ich weiss, dass Frau Esslinger damals die Gruppe in England entdeckte und entschied, mit ihnen auch in Deutschland zusammenzuarbeiten. Sie organisierte Konzerte auf Klassikfestivals und in eher konservativen Clubs. Alle waren dann sehr erstaunt, dass klassische A-Capella-Musik so lebendig klingen kann, dass jedes Lied auf Deutsch angekündigt wurde und dass die Persönlichkeit der sechs Sänger durchschien. Spätestens aber beim Singen der Beatles Songs und Schlagern der Comedian Harmonistswar das Eis gebrochen: Die Zuhörer amüsierten sich lautstark und waren begeistert.

Sie haben bereits in allen großen Konzertsälen der Welt, aber auch in vielen Kirchen und Schlössern gesungen, Sie treten in der Hollywood Bowl auf und im Shea Stadium, der Heimat der New York Mets, aber auch im Schloss zu Windsor bei einem Privatkonzert für die königliche Familie. Was waren Ihre persönlichen Highlights?

Ich selbst singe seit über sechs Jahren mit den King's Singers in mehr als 650 Konzerten. Highlights waren für mich die großen Konzertsäle wie das Gewandhaus Leipzig, die Berliner Philharmonie, der Musikverein Wien, das Amsterdam Concertgebouw, Roxal Albert Hall in London usw. Am besten hat es mir allerdings vor fünf Jahren in Beirut gefallen. Wir gaben drei Konzerte, besuchen einen neueröffneten Virgin Plattenladen und machten Sight-Seeing. Es ist ein bezauberndes Stück Erde. Auf meiner Liste fehlen mir noch die Wigmore Hall in London und die Carnegie Hall in New York – aber sicher nicht mehr lange.

In Hamburg werden Sie am Samstag im Flughafen singen. Haben Sie Angst vor der Akustik?

Zweimal „Ja“. Flüghäfen sind von Haus aus nicht für Konzerte konstruiert worden, aber wir haben genug Routine, um einen Weg zu finden, wie es funktioniert.

Wie kommt es bei Ihnen zur Programmauswahl?

Wir passen unser Programm immer dem Aufführungsort an, sei es eine Kirche, ein Saal oder Open Air. Dann berücksichten wir, ob es ein Festivalmotto gibt und ob wir an dem Ort schon einmal gesungen haben. Dadurch entstehen immer sehr individuelle Programme, auch wenn wir einige Zusammenstellungen haben, die nicht geändert werden können. Die Programme entwickeln wir meistens gemeinsam, allerdings haben wir auch oft Ideen, an denen wir dann erst einmal allein arbeiten. Diese Art der Arbeitsteilung ist in einige unserer letzten CDs eingeflossen und wird zukünftig verstärkt Berücksichtigung finden.

Sie singen Madrigale des 16. Jahrhunderts, Auftragswerk, Welturaufführung, deutsches Lied und Popsongs. Gibt es etwas, was Sie noch nicht gesungen haben, aber noch singen möchten?

Wir wollten immer schon mit einem der besten Orchester zusammen ein Konzert geben, in dem die King's Singers als Soloinstrument zum Einsatz kommen. Zur Zeit sind wir in Verhandlung mit einem erstaunlich jungen Amerikanische Komponisten, um diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen.

http://www.shmf.de
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