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Elektrisierender Jazz


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Der Dithmarscher Jazzverein „jazzcoast.di“ präsentiert am Sonnabend (6. Oktober) das Hamburger Hammondorgeltrio „The Organics“ in der Scheune der Familie Köhler in Trennewurth. Die Musiker spielen Eigenkompositionen und eigene Versionen von selten gehörten Stücken anderer Jazzkomponisten. Was das Publikum genau erwartet, verriet der 45-jährige Bandgründer Patrick Farrant dem KULTURONKEL Andreas Guballa.

Sie haben eine spannende Vita: geboren in Paris, aufgewachsen in Hamburg, studiert in den USA. Wie sind Sie zur Musik und zum Jazz gekommen?

Ich bin durch den Zwang meiner Mutter zur Musik gekommen. In jungen Jahren hatte ich überhaupt kein Interesse an Musik, aber durch eine Gitarren-AG an meiner Schule und einen Freund, der sehr gut Gitarre spielte, hat sich das sehr schnell entwickelt. Innerhalb eines Jahres spielte ich in einer relativ anspruchsvollen Schülerband und als ich 17 Jahre alt war, hatte ich die Möglichkeit, drei bis vier Mal die Woche im alten „Dennis' Swingclub“ in Hamburg zu spielen. Dort habe ich unheimlich viel erlebt. Es kamen Größen wie Oscar Peterson dorthin und haben gejamt. Aufgrund dieses Schwungs bin ich dann zur Berkley Music School nach Boston gegangen und habe dort natürlich viel Input bekommen. Ich habe unter anderem das Glück gehabt, Michael Gibbs kennenzulernen und bei ihm Unterricht zu nehmen. Danach habe ich fünf Jahre in Berlin gelebt und dort in vielen Projekten gearbeitet. Unter anderem war ich auf Tournee mit Eartha Kitt und Herb Geller. Irgendwann hat mich das Heimweh nach Norddeutschland gepackt und seit einigen Jahren lebe ich in Lübeck.

Wie ist es zur Formation „The Organics“ gekommen?

ch habe in Amerika mehrere Jahre fest in einem Hammondorgeltrio gespielt und das war für mich die musikalisch befriedigendste Zusammensetzung. Ich hatte immer den Wunsch, wieder ein Orgeltrio zu gründen. Über mehrere Umwege hat sich dann die jetzige Formation mit Björn Lücker, mit dem ich seit 15 Jahren zusammenspiele, und Markus Kuczewski gefunden, der vor fünf Jahren dazukam.

Was bedeutet der Name „The Organics“?

Zum einen nimmt er natürlich Bezug auf die Orgel als wichtiges Instrument in unserem Trio. Zum anderen bezieht der Name sich auf die organische Verbindung zwischen Tradition und Zeitgenössischem.

Wie würden Sie Ihre Musik beschreiben?

Björn und ich sind sehr stark verwurzelt in der Tradition des Jazz. Ich bin quasi damit aufgewachsen. Markus ist 20 Jahre jünger als wir und mit einer anderen Art von Musik groß geworden, also mehr mit elektronischen Klängen unserer Zeit. Es ist schwer für dieser Art der Mischung ein Schlagwort zu finden. Wir haben es auf unserer Homepage „Electrifying Jazz“ genannt.

Das Meiste sind Eigenkompositionen von Ihnen. Die Musik erinnert dabei an die Gitarrenklänge von Pat Martino. Wie groß ist sein Einfluss auf Ihre Kompositionen?

Martino ist für mich ein gigantischer Einfluss was das Instrumentale angeht, also die Art des Gitarrespielens. Das Kompositorische entwickelt sich bei mir eher durch die Situation, in der ich mich befinde. Mit den „Organics“ will ich Stücke finden, die die verschiedenen Aspekte der Musiker widerspiegeln. Einige Stücke sind sehr Beebob-orientiert, was Björn und mir näher ist. Andere sind mehr soundorientiert, was Markus eher entgegenkommt.

Was erwartet das Publikum am Sonnabend in der Scheune in Trennewurth?

Es wird eine Mischung aus klangorientierten, erdigen Hammond-Gitarre-Schlagzeug-Grooves gepaart mit reinem Jazz und elektronischen Klängen. Also eine Melange aus dem, was wir seit fünf Jahren entwickeln.


INFO:
Das Konzert beginnt um 20 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr) in der Scheune von Familie Köhler in Trennewurth, Dorfstr. 7. Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 9 Euro. Kartenvorbestellungen unter 04832 -
6 00 08 32 oder per Email: jazzcoast.di@t-online.de
Location:
Scheune der Familie Köhler
Trennewurth

Termin: Samstag, 06.10.2007

http://www.jazzcoast-di.de
http://www.patrickfarrant.de
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