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Brahmspreis an Bariton Thomas Quasthoff


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Es muss einer jener Anlässe sein, bei denen Ministerpräsident Peter Harry Carstensen die Privilegien seines Amtes genießt. Ein Abend mit Weltstar Thomas Quasthoff anläßlich der Verleihung des diesjährigen Brahmspreises an den Liedsänger und Bassbariton. Knapp 1000 Zuhörer waren am Freitagabend in die St. Bartholomäus Kirche ins verträumte Dithmarscher Wesselburen gekommen, um dabei zu sein, als der Vorsitzende der Brahmsgesellschaft Schleswig-Holstein, Prof. Eckart Besch, den mit 10.000 Euro dotierten Preis an den Ausnahme-Künstler überreichte und damit dessen jahrelanges Engagement um die Pflege der Brahmschen Musik würdigte.
Vor allem wollte das Publikum aber ein Festkonzert mit dem preisgekrönten Sänger erleben, das schnell zu einem bewegenden kammermusikalischen Glanzpunkt wurde. „Kaum ein Sänger fesselt seine Zuhörer so wie Thomas Quasthoff“ formulierte Ministerpräsident Carstensen in seinem Grußwort und nutzte die Gelegenheit, nicht nur dem Preisträger, sondern auch der Brahmsgesellschaft zu ihrem 20-jährigen Bestehen zu gratulieren. Diese habe nicht nur dazu beigetragen, dass Schleswig-Holstein zu einem Zentrum der Brahms-Pflege und -Forschung in Deutschland geworden sei, sondern Brahms' Wurzeln, die bis nach Heide reichen, sichtbar und erlebbar gemacht.

Anschließend bedankte sich der frisch gekürte Brahmspreisträger mit dem Liederzyklus op. 32 von Johannes Brahms und bewies – präzis begleitet von Justus Zeyen am Klavier - eindrucksvoll seine große Begabung, mit der er seit Jahren die Konzertpodien der Welt erobert.
Trotz leichter Indisponiertheit, die er am Ende freimütig mit dem Versprechen bekannte, nach Wesselburen wieder zu kommen, führte Thomas Quasthoff seine warm timbrierte Stimme trotzdem in allen Lagen nahezu perfekt, demonstrierte die unglaubliche Bandbreite an Ausdrucksmöglichkeiten.
Von Liebe und Leid, Leben und Tod handeln diese klingenden Geschichten und reflektierten perfekt die emotionale Laudatio des Schauspielers und Quasthoff Vertrauten Christoph Bantzer, in der er zuvor auf die Leidens- und Liebesfähigkeit des Contergan geschädigten Sängers, seinen Lebenswillen und das Geheimnis seiner Stimme eingegangen war. Verzweifelte, weil unerfüllte Liebe, wie in Brahms Op. 32 findet bei Quasthoff tiefen Ausdruck, ob Schmerz, Hoffnung oder Sarkasmus, all dies wurde von ihm glaubhaft und mit großer Sensibilität interpretiert. Wie sehr Thomas Quasthoff die Stücke Brahms' entgegen kommen, betonte der Sänger noch einmal während des anschließenden Empfangs im Festzelt vor der St. Bartholomäus Kirche: "Brahms zählt zu meinen Lieblingskomponisten, er hat eine Art der Emotionalität, die mich berührt, die mich trifft, und die mir erlaubt, das so umzusetzen, wie ich glaube, dass es umgesetzt werden muss."
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