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"Karl Valentin. Filmpionier und Medienhandwerker"


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Verarmt und nahezu vergessen starb am 9. Februar vor 60 Jahren der Humorist Karl Valentin. Nun ehrt der Martin-Gropius-Bau Berlin den großartigen Künstler mit einer umfassenden Retrospektive.

Karl Valentin war einer der vielseitigsten Künstler seiner Zeit: Komiker, Autor, Volkssänger, Schauspieler, Filmemacher. In all diesen Rollen führte er mit seinem abgründigen Humor die spießbürgerliche Realität in die Absurdität. Die Ausstellung „Karl Valentin. Filmpionier und Medienhandwerker“ im Berliner Walter-Gropius-Bau konzentriert sich jetzt darauf, wie der weltberühmte Bayer die verschiedensten Medien seiner Zeit nutzte. Denn Valentin haben neue Techniken und Medien immer besonders interessiert. Er benutzte sie nicht nur, sondern machte sie auch auf Ton- und Filmaufnahmen zum Thema seiner Sketche. Im "Buchbinder Wanninger" wird er am Telefon partout nicht dorthin durchgestellt, wo er hin will. "Im Schallplattenladen" verlangt er eine Platte mit Schall. "Im Fotoatelier" geht schief, was schiefgehen kann. So ungeschickt Valentin in seinen Filmen scheint, er selbst war Profi im Umgang mit den neuen Wiedergabemedien seiner Zeit. Schon 1912 gründete er eine eigene Filmgesellschaft und als der Tonfilm aufkam, war er einer der Allerersten, die diese Technik in Deutschland nutzte. Sogar die benötigten Requisiten stellte Valentin oft selbst her. Das handwerkliche Geschick dazu hatte er sich schon als Jugendlicher erworben, als er eine Schreinerlehre absolvierte.

Aber nicht nur an seinen Bühnenrequisiten feilte er höchstpersönlich und mit Obsession. Auch seine Sprachkunst entwickelte er zu einem "Sprachanarchismus", gar zur Schwachsinnsretorik, damit ihn auch die verstehen konnten, gegen die er seine Sketche oft richtete: die Beamten. Er perfektionierte Nonsens und seine Körperkomik und schuf eine Art Skelettmensch, der zur "lebenden Karikatur" seiner selbst wird. Karl Valentin - die "arme, hagere Gestalt", ein Multitalent, strahlend wie ein Star, populärer als so mancher TV-Comedian von heute. Sein Ruhm verbreitete sich schnell über München hinaus. Zusammen mit seiner kongenialen Partnerin Liesl Karlstadt gab er Gastspiele in Wien, Zürich und Berlin und wurde von Zeitgenossen wie Kurt Tucholsky und Bertold Brecht mit Begeisterung aufgenommen.

Als Unternehmer hatte Valentin weniger Glück. Sein "Panoptikum"-Projekt, ein eigener, museumsartiger Schaukeller, den er in München betrieb und in den er nicht nur sein eigenes Geld, sondern auch das von Liesl Karlstadt gesteckt hatte, scheiterte und ruinierte ihn Mitte der 30er-Jahre fast. Er starb am 9. Februar 1948, verarmt, fast verhungert, fast vergessen. Seine Filme, Tonaufnahmen und Texte haben überlebt und überliefern uns valentinesken Humor, dem die Zeit nichts anhaben konnte. Längst wird Valentin als Ausnahmekünstler gefeiert, sein Nachruhm wächst weiter. In der Berliner Ausstellung wird Valentins experimentierfreudiger und erfindungsreicher Medienumgang in über 300 Exponaten beleuchtet. Zu sehen sind Fotos, Original-Handschriften, Typoskripte, Briefe, Zeichnungen, Plakate, Lichtbilder, Schallplatten und Filme.
Museum:
Martin-Gropius-Bau
Niederkirchnerstraße 7
Berlin

Telefon: 030 – 254 86-0
http://www.gropiusbau.de

von Freitag, 25.01.2008 bis Montag, 21.04.2008
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