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Hellmuth Karasek liest Wilhelm Busch



Wer kennt ihn nicht: Wilhelm Busch, Deutschlands beberühmtesten Satiriker und Zeichner. Papiertheater nannte er seine Bildergeschichten und seine Komik funktioniert noch heute. Auch 100 Jahre nach seinem Tod amüsieren sich selbst gestandene Literaturkritiker über die Streiche von „Max und Moritz“: „Als ich klein war, habe ich auf dem Boden gelegen, weil das Volksbuch von Wilhem Busch so groß war“ erinnert sich Hellmuth Karasek, der mit dem Programm "Wilhelm Busch und seine Folgen..." zur Zeit auf Lesereise tourt und am Freitag damit in der St. Laurentiuskirche in Tönning zu erleben ist. „Mein Liebling war der Unglücksrabe Hans Huckebein und ich habe mich sehr früh schon in die „Fromme Helene“ verliebt“ verrät der 74jährige, der sich gerade von einem schmerzhaften Rippenbruch erholt hat, den er sich bei einem Unfall im Schwimmbad zugezogen hatte.
Doch nicht nur Wilhelm Busch kommt an diesem Abend zu Ehren, auch den Nachfolgern des großen Humoristen wird Karasek in seiner Lesung einen gebührenden Platz einräumen. „Erich Kästner und Morgenstern haben sich auf ihn berufen, Karl Vallentin hat ihn gekannt. Alle haben bei ihm die Ironie gelernt und den Sarkasmus.“ Gnadenlos schildere Busch in seinen Zeichnungen und Gedichten menschliche Schwächen voller grotesker Grausamkeit. Seine Bilder idealisieren nicht, sondern karikieren, deformieren, verzerren und verballhornen das Ideale, weiß der studierte Germanist. "Es ist schier unglaublich, was Wilhelm Busch so alles geschrieben hat. Neben Schiller ist Busch der meistzitierte deutsche Autor. Viele seiner Zitate sind ja in den alltäglichen geflügelten Sprachgebrauch eingeflossen. Zum Beispiel 'Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr'“, so Karasek.

Mit seinen Reimen und seinem schwarzen Humor ist Busch aber weitaus mehr als der Ahnherr deutscher Satire. „Er war ein Sonderling und Einzelgänger, denn eigentlich wollte er etwas anderes werden als das, was er war: Er ist weltberühmt geworden durch seine Bildergeschichten, aber viel lieber wollte ein Lyriker werden.“ Auch Maler wollte er sein. Aufgewachsen in der niedersächsischen Provinz sollte Wilhelm Busch ursprünglich Maschinenbauer werden. Doch nach abgebrochenem Studium zeichnet er mehr aus Zufall und finanzieller Not seine Bildergeschichten und wird schlagartig berühmt. Schon zu Lebzeiten populär und Millionär, hat er jedoch als ernsthafter Dichter und Maler keinen Erfolg. Mit 20 Jahren ein Virtuose, mit 60 ein verkanter Avangardist. Bis heute ist ein Teil seines Werkes unerforscht.
Doch „Max und Moritz“ dürfen natürlich auf der Lesereise von Hellmuth Karasek nicht fehlen. "Ich verbürge mich persönlich dafür, dass bei diesem musikalisch begleiteten Auftritt kein Auge trocken bleibt!", so der Literaturkritiker.
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