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Starke Frauen in scheinbar ausweglosen Situationen



Die Romane von Sabine Kornbichler,1957 in Wiesbaden geboren, fächern weibliche Biographien auf, beschreiben Krisen ebenso intensiv wie Höhenflüge und laden die Leser mit ihren Schilderungen heutiger Frauenschicksale ein, nach Alternativen und Lösungen in scheinbar ausweglosen Situationen zu suchen. Gerade ist ihr aktueller Krimi „Der gestohlene Engel“ bei Droemer-Knaur erscheinen.
Nach ihrer Kindheit an der Nordsee und dem Studium der Volkswirtschaftslehre in Hamburg arbeitete Kornbichler mehrere Jahre als Beraterin in einer Frankfurter PR-Agentur. Heute lebt und arbeitet sie als Autorin in Berlin. Dem KULTURONKEL verriet die 51jährige wie sie zur Schriftstellerei und dem Krimi-Genre gekommen ist.

Eigentlich durch einen Zufall. Das ist jetzt elf Jahre her, da sind mir in einer Zeitschrift die Ausschreibungsunterlagen für einen Literaturwettbewerb in die Hände gefallen. Damals habe ich gedacht: Ich versuch' das mal und habe meine erste Kurzgeschichte geschrieben. Die hat dann einen Preis bekommen und damit hatte ich Blut geleckt. Danach habe ich weitergemacht mit Kurzgeschichten und dann später meinen ersten Roman „Klaras Haus“ geschrieben, der auf Pellworm spielt.

Und der ist ganz schnell bekannt geworden und Sie haben ganz schnell nachgelegt.

Das stimmt. Nach einem Jahr kam der nächste Roman. „Klaras Haus“ war also ein wunderbarer Erstlingserfolg. Der hat sich wirklich durch Mund-zu-Mund-Propaganda verkauft und läuft nach wie vor immer noch gut.

Ihre letzten Bücher widmen sich verstärkt dem Genre Krimi. Was fasziniert Sie an dieser Literaturgattung?

Ich habe schon immer Krimis geliebt und mich einfach mal daran gewagt. Allerdings finde ich meine Krimis eigentlich gar nicht so anders als die Bücher, die ich vorher gemacht habe, da es auch hier um Brüche im Lebens eines Menschen geht und welche Folgen das für die Person hat. Auch im Krimi beschäftige ich mich mit Motiven, warum Menschen auf eine bestimmt Art und Weise handeln und wo die Ursachen liegen. Letztlich geht es da um Opfer und Täter. Manchmal kommt dabei dann ein Alltagsroman heraus oder eben ein Krimi.

Wegen dieser psychologischen Tiefe werden Sie von ihren Lesern und vor allem Leserinnen geschätzt als versierte Meisterin von fesselnden Romanen mit menschlicher Wärme. Worum geht es in ihrem aktuellen Krimi „Der gestohlene Engel“?

Darin geht es um drei Freundinnen: Sophie, Ariane und Judith. Ariane erkrankt schwer an Krebs und hat den Wunsch, dass ihre Tochter nicht bei ihrem Ex-Mann bleibt, da der nicht der leibliche Vater ist. Die einzige Spur, die zu dem richtigen Vater führt, ist ein kleiner Talisman. Eine der drei Freundinnen macht sich auf die Suche nach dem Besitzer dieses Talismans. Als sie ihn entdeckt, kommt sie einer grausamen Tat auf die Spur, die Jahre zurückliegt und die sie selbst in einen schweren Gewissenskonflikt stürzt.

In diesem Krimi geht es wie in vielen Ihren Büchern um starke Frauen in Krisensituationen. Was mögen Sie an diesen Figuren?

Besonders mag ich den Mut. Aber starke Frauen klingt immer so, als wären sie per se stark, als wäre es keine Mühe, das zu sein. Ich mag es, wenn ein Mensch versucht, aus einer schwierigen Situation herauszufinden. Das erfordert ja oft auch sehr viel Mut.

Woher holen Sie Ihre Anregungen und wie entwickeln Sie Ihre Stoffe weiter?

Ideen fliegen mir aus ganz verschiedenen Richtungen zu. Mal lese ich etwas und dann setzt sich aus einem einzigen Stichwort ein ganzer Film im Kopf in Bewegung. Das passiert natürlich auch, wenn ich einen Film sehe. Das muss überhaupt nichts mit dem Romanstoff zu tun haben, aber es ist ein Impuls, der sich fortsetzt. Dann habe ich eine Grundidee und fange an zu recherchieren, danach entwickele ich die Figuren und arbeite die Geschichte aus.

Wie muss man sich den Tagesablauf einer Autorin vorstellen? Wann und wo schreiben Sie?

Ich schreibe meistens zu bestimmten Zeiten und immer an meinem PC in meinem Arbeitszimmer. Ich finde es ganz schwierig, an einem anderen Ort zu schreiben. Es muss eine bestimmte Umgebung, eine bestimmte Atmosphäre da sein. Ich bin da sehr diszipliniert und versuche, meine Zeiten einzuhalten aus der Überzeugung heraus, dass das Gehirn sich auch darauf einstellt.

Wer liest Ihre Bücher?

Hauptsächlich Frauen, wenn ich es an den Besuchern meiner Lesungen, den Briefen, die ich bekomme, oder den Einträgen in meinem Gästebuch festmache. Ich glaube, das liegt daran, dass ich sehr viel über die Innenwelten meiner Romanfiguren schreibe und über deren Gefühle. Und das interessiert wahrscheinlich eher Frauen.
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