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Nächste Station: Kirchenkreis Dithmarschen



Der Fusionszug der Kirchenkreise Norder- und Süderdithmarschen ist in voller Fahrt. Nur noch wenige Tage und er wird in seinen Zielbahnhof einlaufen. Ab dem 1. Mai gibt es dann nur noch den einen „Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis Dithmarschen“ mit der Eider als Grenze im Norden und Osten und dem Nord-Ostsee-Kanal im Süden. Auch die Insel Helgoland gehört dann zum Hochheitsgebiet der 32 Kirchengemeinden umfassenden Verwaltungseinheit. Neuer Zugchef der 60 Pastorinnen und Pastoren sowie 92 400 Gemeindemitglieder wird Propst Henning Kiene aus Meldorf. Neben der Bewältigung der anstehenden formalen Arbeiten wie die Vorbereitung der Synodentagung am 8. Mai ist der Theologe dabei, Ordner und persönliche Gegenstände in Umzugskartons zu packen. Denn gemäß dem Beschluss der gemeinsamen Synode im März letzten Jahres wird der Dienstsitz des Dithmarscher Propstes in Heide sein. Heute (Mi, 22. April) werden die neuen Amtsräume bezogen. „Ich freue mich schon auf das Alte Pastorat und die St. Jürgen Kirche“ sagt der 49jährige. „Welcher Propst hat schon das Glück, zwei Predigtstäten zu haben.“
Auch wenn nach Meinung von Bischof Gerhard Ulrich die Kirchenkreisfusion sicher keine Liebesheirat, sondern mehr eine Vernunftehe sei, überwiegen die Vorteile, ist sich Kiene sicher. „Uns ist es gelungen, ein Konzept zu entwickeln, mit dem die Kirchenmusik eine starke Säule der Kirche in Dithmarschen bleibt.“ Auch die Neuentwicklung der Jugendarbeit hätte von einem Kirchenkreis allein nicht finanziert werden können. Andererseits werde der Posten eines Verwaltungsleiters eingespart. Das so gewonnene Geld wird zukünftig sowohl den Gemeinden als auch für Aufgaben wie Diakonie, Seelsorge und das Evangelische Regionalzentrum Westküste zur Verfügung stehen.
Vermissen wird der Vater dreier Kinder vor allem die kurzen Wege. Denn bereits seit drei Jahren arbeitet die Kirchenkreisverwaltung erfolgreich in Meldorf unter dem Dach des Johann-Hinrich- Wichern-Hauses zusammen. Den Vorsitz des Verwaltungsausschusses und das Amt des stellvertretenden Propstes in der Domstadt übernimmt Peter Fenten, der im November 2007 nach dem Weggang von Jörn Engler „auf den fahrenden Zug aufgesprungen“ ist. „Die letzten 18 Monate waren eine echte Herausforderung“ erinnert sich der Kirchenmann. Das Fusionsverfahren habe gerade in Norderdithmarschen heftige Diskussionen ausgelöst und sei kurzzeitig fast ins Stocken geraten. „Es war mir ein Privileg, den Fusionsprozeß am Laufen zu halten“ sagt Fenten und setzt hohe Erwartungen an seine neue Wirkungsstätte in Meldorf. „Das wird im Rentamt mit seinen um die vierzig Mitarbeitenden vermutlich ein ganz anderes Arbeiten sein als bisher in Heide in einem Kirchenkreis-Büro mit drei Plätzen.“
Viele Dinge seien in den letzten Monaten liegengeblieben, geben die beiden Theologen zu. Die inhaltliche Arbeit und die Frage: „Wie werden wir in Zukunft sicherstellen können, dass in jeder Kirche Gottesdienste stattfinden?“ seien wesentliche Kernaufgaben der zukünftigen Arbeit. Frohen Mutes sehen Kiene und Fenten in die Zukunft: „In kurzer Zeit wird man sich an alles gewöhnt haben“, sind sich die beiden sicher. Und die vor kurzem durchführte Zukunftswerkstatt an der Fachhochschule in Heide mit 120 engagierten Menschen aus allen Bereichen der kirchlichen Arbeit habe gezeigt, dass es eine unglaubliche Fülle an Ideen gibt, wie die Zukunft im gemeinsamen Kirchenkreis gestaltet werden kann. Sichtbare Zeichen der Fusion werden am 8. Mai die konstituierende Synode am Vormittag sowie ein Empfang für die Öffentlichkeit und die Gäste aus den Partnerkirchen am Nachmittag um 15.00 Uhr in der Heider St.-Jürgen-Kirche sein. Beim Sommerfest des neuen Dithmarscher Kirchenkreises soll dann am 11. Juli ab 11 Uhr unter dem Motto „Leinen los!“ am Büsumer Hafen gemeinsam gefeiert werden.
Link 1: http://www.kirche-dithmarschen.de
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