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Dithmarscher Dickköpfe und musikalische Genies


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Die Brahmsgesellschaft Schleswig-Holsten vergibt jedes Jahr den mit 10 000 Euro dotierten Brahmspreis und würdigt damit die Pflege derBrahmschen Musik und sein musikalisches Erbe. Dass aus Johannes Brahms, der am 7. Mai 1833 in Hamburg geboren wurde, eines Tages ein gefeierter Pianist und Komponist werden sollte, ist angesichts seines Stammbaums nicht im Entferntesten zu erahnen. Die väterliche Linie weist eine alte Handels- und Handwerkertradition auf, lediglich Vater Johann ist der Erste in der Familie, der nicht nur musisches Interesse zeigt, sondern daraus auch einen Beruf macht. „Johann Jakob Brahms muss schon ein echter Dithmarscher Dickkopf gewesen sein, um Anfang des 19. Jahrhunderts gegen den Willen des Vaters eine Ausbildung als Musiker durchgesetzt zu haben statt den elterlichen Gasthof am Heider Markt zu übernehmen“ bewundert Professor Eckart Besch, Vorsitzender der Brahms-Gesellschaft, den Mann, der in diesem Jahr 200 Jahre alt geworden wäre. Dabei erweist sich Vater Brahms als durchaus flexibel, denn mit sämtlichen Streichinstrumenten, Flöte und Horn beherrscht er ein breites Repertoire von Fähigkeiten, das ihm bei der späteren Stellensuche zugute kommt. Eine Urkunde aus Wesselburen zeugt von dieser Allround-Ausbildung zum „Instrumental-Musicus“. Heute hängt eine Reproduktion im Brahmsmuseum auf Lüttenheid, dem Stammsitz der Familie Brahms und Sitz der Brahms-Gesellschaft.

1826 entflieht Johann Jakob mit 20 der Enge der Dithmarscher Kleinstadt, um sich in Hamburg als Musiker zu verdingen. Zunächst als Tanzmusiker in Hafenkneipen im heutigen St. Pauli. Doch schon bald findet er eine feste Stelle als Kontrabassist am "Städtischen Orchester", später, bis zu seinem Tod 1872, im Orchester der Philharmonischen Gesellschaft, dem Vorläufer der Hamburgischen Staatsoper. Als Ehemann und Familienvater strebt er nach Sicherheit und dem festen Einkommen beim Opernorchester, verdient dort allerdings weniger als bei seinen früheren Promenadenauftritten. Auch sein Selbstverständnis als Musiker bleibt der Tradition seiner Vorfahren verhaftet, denn er betrachtet diesen Beruf als ein ebensolches Handwerk wie das eines Tischlers oder Maurers.
In dieser Tradition werden wiederum auch seine beiden Söhne, Johannes und der zwei Jahre jüngere Friedrich, erzogen. Musik spielt im Leben der Familie Brahms , zu der außerdem noch die Tochter Wilhelmine Elisabeth Louise, gehört, daher eine elementare Rolle. Den ersten Unterricht erhält Johannes von seinem Vater auf den zur Verfügung stehenden Orchesterinstrumenten, so dass er schon bald eine wertvolle Unterstützung bei der Sicherung des Lebensunterhaltes für die Familie bedeutet, indem er mit seinem Vater gemeinsam in Tanzlokalen auftritt. Johannes soll einmal in die Fußstapfen des Vaters treten, d.h. sein 'Handwerk' - als das Johannes Brahms im Übrigen zeitlebens den Beruf des Musikers und Komponisten betrachten sollte – übernehmen. Doch schon bald erweist es sich, dass dem Sohn ein anderes Schicksal beschieden ist. Der Rest ist Geschichte und Gegenstand zahlreicher Veröffentlichungen.Dickkopf und musikalisches Genie des Sohns feiert die Brahms-Gesellschaft mit den jährlich stattfindenden Brahmswochen
Link 1: http://www.brahms-sh.de
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