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Husumer Filmtage 2008


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Wenn vom 2.-8. Oktober die 23. Husumer Filmtage stattfinden, strömen wieder Cineasten aus ganz Norddeutschland in die graue Stadt am Meer. Gastgeber sind wie in jedem Jahr die Volkhochschule und das Kinocenter Husum.
Im Fokus der familiären Veranstaltung steht eine Hommage an einen der großen deutschen Schauspieler mit Hollywood-Format: Hardy Krüger, der die Filmtage am 2. Oktober mit einer Lesung aus seiner Autobiografie feierlich eröffnen wird. Die heute 80jährige Filmlegende wurde am 12. April 1928 als Eberhard Krüger in Berlin-Wedding geboren und ist einer der wenigen deutschen Schauspieler, die auch international Karriere machten.Seine Filmlaufbahn begann im Kriegsjahr 1943. Damals spielte der Schüler eines nationalsozialistischen Elite-Internats in dem Propagandafilm „Junge Adler“ mit. Nach einem kurzen Zwischenspiel als Soldat — inklusive amerikanischer Gefangenschaft — konnte sich der Berliner in den Nachkriegsjahren als Schauspieler durchsetzen, der auf den Bühnen von Hamburg, Hannover und München Eindruck machte. Bald darauf bekam er auch wieder Filmrollen. Anfangs meist belanglose Unterhaltungsware, doch dabei blieb es nicht. Hardy Krüger war der erste deutsche Darsteller, der nach 1945 eine internationale Karriere machte. Diese begann 1956 mit der Hauptrolle als Fliegerpilot in dem englischen Kriegsfilm „Einer kam durch“. In Welthits wie „Die Brücke von Arnheim“, „Die Wildgänse kommen“ oder „Hatari!“ setzte sich der Erfolg fort. Letzterer wird – neben anderen Klassikern wie "Flug des Phönix" - natürlich in Husum zu sehen sein.
Im Fernsehen war Krüger ab 1963 zu sehen. Von 1987 bis 1995 brachte er dem Zuschauer in seinem „Reisetagebuch“ viele ferne Ländern näher. Ob in der Südsee, Alaska, Hawaii oder Chile – der bärtig-vitale Weltenbummler kannte sich überall aus und wusste davon packend zu erzählen. Dass er das auch schriftlich vermochte, bewies Krüger 1970 mit seinem ersten Buch „Eine Farm in Afrika“. Darin schilderte er seine Erlebnisse als Hotelbesitzer in Tansania. Romane, Kinderbücher und 1998 auch die Memoiren mit dem Titel „Wanderjahre. Begegnungen eines jungen Schauspielers“ folgten. Von 1950 bis 1964 war er mit der Schauspielerin Renate Densow verheiratet. Aus dieser Ehe stammt Tochter Christiane, die selbst Schauspielerin wurde. Mit seiner zweiten Frau Francesca Marazzi, einer italienischen Malerin, zeugte Krüger die Tochter Malaika und Sohn Hardy, der ebenfalls in die beruflichen Fußstapfen des berühmten Vaters getreten ist. Diese Verbindung hielt von 1964 bis 1977. Heute lebt er in dritter Ehe mit seiner amerikanischen Frau Anita Park und pendelt zwischen seinen Wohnorten in Kalifornien und Hamburg.

Neben der Hommage an den Schauspieler locken neue deutsche Filme und eine Kinderfilmreihe sowie die „Kurzfilmrolle 2008 Unterwegs“, die preisgekrönte Mini-Spielfilme zwischen 1:11 und 13:00 Minuten aus Schleswig-Holstein präsentiert. Die Geschichten bewegen sich zwischen Sao Paulo und Kiel, erzählen von Kinderträumen aus Husby und stillen Glücksmomenten in der Werkskantine. Feierweltmeister treffen auf Frühaufsteher, düstere Gesellen auf luftige Zeichentrickmännchen. Vom schwerelosen Fußballspiel bis hin zum skurrilen Making of ist die Rolle voller sehenswerter Filme.


http://www.filmtage-husum.de
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