Kultur
Lifestyle
Touristik
Medien
Referenzen
Archiv
Hollywood für einen Tag


>>> weitere Bilder ansehen >>>
Am 13. September flimmert wieder die „Kunstgriff Rolle“ über die Leinwand des Stadttheaters und beendet damit das Dithmarschenweite Kulturprojekt „Kunstgriff“. Die bunte Mischungs aus 14 Produktionen hochprofessioneller Filmkunst, mutiger Filmhochschularbeiten und unkonventioneller Schülerfilme verwandeln die Kreisstadt Heide dann drei bis vier Stunden lang zu einem Hollywood im Miniaturformat. Bereits zum siebten Mal in Folge wird das norddeutsche Kurzfilmfest von Martina Fluck organisiert. Was reizt die Heider Filmemacherin an diesem Genre? „Das Spannende am Kurzfilm ist die Vielfältigkeit der Geschichten, die man erzählen kann; aber man muss dabei auf den Punkt kommen und kann nicht rumschwafeln oder tausend Nebenwege einschlagen.“ So könne man auch einen Tatort in drei Minuten drehen. Auch in diesem Jahr ist wieder das ganze Spektrum vertreten. „Es geht von Science Fiction über Themen wie Selbstfindung und Drogen bis hin zur spannenden Gaunerkomödie,“ verrät die Organisatorin und verspricht: „Es ist die kurzweiligste Kunstgriff Rolle, die wir bisher hatten, weil viele schön erzählte, perfekte Geschichten dabei sind.“ Bereits ab Dezember trudeln die ersten Produktionen ein, denn längst hat sich in der Szene rumgesprochen, dass man in Heide ein aufgeschlossenes Publikum für den Kurzfilm findet. „Die Filmemacher sind völlig fasziniert davon, dass wir am Sonntagmorgen ein volles Kino haben. Das sind die meisten gar nicht gewohnt.“ Normalerweise zeige man seine Produktionen im Kreise von Fachleuten und Kollegen. „Dass hier das gesamte Spektrum eines Landkreises vom Schüler bis zum Senior, also ein richtiges Publikum, sitzt, ist ungewöhnlich,“ weiß Fluck. Mit der Flut von Kurzfilmfesten in Deutschland sei es nicht mehr selbstverständlich, dass solche Veranstaltungen gut besucht sind. „Wir haben hier in Heide, auch dank unseres Mitveranstalters, dem FilmClub Heide, wirklich eine cineastische Hochburg, die sich auch für besondere Formate interessiert.“ Eine weitere Besonderheit der Dithmarscher Kunstgriff Rolle sei die Nähe zum Publikum. „Schon in der Pause werden die Filmemacher angesprochen und manchmal gar nicht wieder losgelassen,“ schmunzelt Fluck. „Das genießen die Nachwuchsregisseure, denn diese Bestätigung ist für die jungen Leute vielleicht genau der notwendige Ansporn weiterzumachen.“ Reich könne man mit Kurzfilmen in der Regel nicht werden.
Wer Glück hat, kann trotzdem mit einem Preisgeld nach Hause fahren. Der Kreis Dithmarschen stiftet einen Jurypreis. Der FilmClub Heide sponsert die drei dotierten Publikumspreise, über die die Zuschauer nach der Vorstellung abstimmen.
Gibt es einen roten Faden, der in diesem Jahr alle Einreicher beschäftigt? „Im Mittelpunkt aller Filme steht ein ernsthaftes Problem, sei es Klimakatastrophe, Mauerfall, Drogenmissbrauch, Sinnsuche oder Kulturenkonflikt,“ so Fluck. „Gelöst werden die Themen dann ganz unterschiedlich.“ Als Organisatorin darf Martina Fluck natürlich keine Favoriten haben. Trotzdem freut sie sich ganz besonders auf den Film „Teleportation“ des Berliner Filmemachers Markus Dietrich, der die 'wahre Geschichte' des Mauerfalls erzählt. Als Finalist des Berlinale Talent Campus 2009 sei es gar nicht leicht gewesen, seinen Film nach Heide zu holen. Als besonderen Bonbon gibt es während der Auszählpause der Stimmzettel ein Wiedersehen mit dem Kurzfilm „Antje und wir“, der nach Meinung vieler Besucher, das Lustige gewesen ist, das sie seit langem gesehen haben. „Der lohnt sich auch ein zweites Mal zu sehen.“
Titel: Kunstgriffrolle


http://www.kunstgriff.de
http://www.filmclubheide.de
diesen Beitrag downloaden
CD-Tipp
Theresienstadt
 
   
  ImpressumKontakt