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Neue Spielzeit am Schleswig-Holsteinischen Landestheater



Die Schleswig-Holsteinische Landestheater und Sinfonieorchester GmbH ist die größte Landesbühne in Deutschland und hat ihren Sitz in Schleswig, mit eigenen Spielstätten in Flensburg Schleswig und Rendsburg. In den sogenannten Abstecherorten Heide, Husum, Friedrichstadt, Meldorf, Niebüll und Itzehoe bringen die Theatermacher die Bretter, die die Welt bedeuten, auch an der Westküste . Zum Programm der Bühne gehören Musiktheater, Ballett und Schauspiel. Ein Schwerpunkt des Theaters ist das zeitgenössische Schaffen im Musiktheater wie auch im Schauspiel. Uraufführungen, Auftragswerke und Autorenstipendien gehören zum festen Bestandteil der Bühne.
19 Städte, Kreise und Gemeinden halten Anteile am Stammkapital. Anders als bei den weiteren Landesbühnen garantieren sie dem Schleswig-Holsteinischen Landestheater die Zahl der Vorstellungen.

DER KULTURONKEL sprach mit Geschäftsführer und Generalintendant Michael Grosse über die im September beginnende Spielzeit.

Wie war die zurückliegende Saison?

Hinter uns liegt eine sehr erfolgreiche Spielzeit. Zuschauerzahlen und Auslastung sind leicht gestiegen. Die Publikumsresonanz war überwiegend positiv. Es gibt immer ein paar Stücke, über die man sich mit den Besuchern auseinandersetzen muss, aber das hält das Theater jung und lebendig.

In diesem Monat beginnt die neue Spielzeit. Gibt es einen roten Faden?

Ja. Der rote Faden sind die „starken Frauen“. Mit diesem Motto gehen wir an den Start, da in den Stücke, die wir im Programm haben, starke Frauenpersönlichkeiten im Mittelpunkt stehen: im Musiktheater, im Ballett und im Schauspiel. Das geht vom klassischen Stoff über das Drama bis hin zur Komödie. Das Thema wollen wir in den nächsten zehn Monaten auf eine etwas lockere Art behandeln.

Welche Stücke spiegeln das Thema wider?

Die Ballettaufführung „Medea“ mit der Musik von Richard Wester, der das erste Mal für das Genre komponiert hat, reflektiert das Thema. Im Schauspiel sind es „Maria Stuart“ und „Antigone“. Im Musiktheater bringen wir in dieser Spielzeit „Sugar“, das ist die Musicalversion von „Manche mögens heiss“, die Operette „Giuditta“ von Franz Lehár und die Oper „Louise“ von Gustave Charpentier aus dem französischen Repertoire auf die Bühne. Aber auch bei „Rigoletto“, „Tannhäuser“ und „Sechs Tanzstunden in sechs Wochen“ geht es um Frauenschicksale – nicht nur im tragischen, sondern auch im heiteren, vital-lebensbejahenden Sinne.

Auch der Theaternachwuchs steht traditionell im Focus. Was ist für die Kleinen geplant?

Seit vielen Jahren unternehmen wir in allen Sparten unseres Hauses große Anstrengungen, um ein vielfältiges Repertoire im Bereich des Kinder- und Jugendtheaters zu entwickeln und den neugierigen jungen Zuschauern anzubieten.
Als neues Weihnachtsmärchen wird es in dieser Spielzeit den „Kalif Storch“ geben. Christian Martin schreibt diesen Theatertext neu für uns. Sven Stäcker wird mit seinem Puppentheater und seinen Neuproduktionen „Kaspar und die Farben“, „Tomte Tummetott“ und „Prinzessin Eierkuchen“ mit eigenem Abonnement auch in unseren Abstecherorten präsent sein. Und es gibt das Klassenzimmer-Piratenstück „Jenny Hübner greift ein“ im Jungen Theater. Mit diesem Repertoire können wir die unterschiedlichen Altersgruppen bedienen. Außerdem bauen wir unser Puppentheater in Schleswig aus und eröffnen am 21. September die neue Spielstätte „Trauminsel“ mit einem Tag der Offenen Tür; das ist ein schönes Signal in Richtung Zukunft und Nachwuchs.


Das Schleswig-Holsteinische Landestheater steht wegen enger finanzieller Ressourcen immer wieder in der Diskussion. Wie sehen Sie die Zukunft der größen Landesbühne Deutschlands?

Ich glaube, dass sowohl die Gesellschafter als auch das Publikum genau wissen, wie kostbar und wichtig das Landestheater ist. Das sind eigentlich nicht die Probleme, um die es geht. Die Schwieirgkeiten sind eher haushälterischer Natur. Aber ich habe immer das Gefühl gehabt, alle Geldgeber – und das sind überwiegend die Kreise und Kommunen – sind im Rahmen ihrer Möglichkeiten sehr engagiert. Aber man muss in Zukunft einfach darüber nachdenken dürfen, ob es möglich ist, die Gesellschafterbeiträge zu erhöhen, denn wir haben im Öffentlichen Dienst ziemlich starke Tariferhöhungen zu bewältigen, die auch umgesetzt werden müssen. Drei Jahre lang hat die Belegschaft auf Lohnbestandteile verzichtet; das ist mit insgesamt 1,5 Millionen Euro ein immens großer Betrag. Wenn die Zeit des Haustarifvertrages und des Lohnverzichts vorbei ist, muss es einfach wieder zu einer Dynamisierung der Zuschüsse kommen. Ich hoffe, dass wir da in produktive und Landestheater bejahende Diskussionen einsteigen können.

Interview: Andreas Guballa

INFOS:

Anlässlich der Eröffnung der Puppenbühne „Trauminsel“ gestaltet das Landestheater am 21. September einen Tag der offenen Tür für die Großen und Kleinen. Mit einem großen Fest wird die neue Spielstätte mit allen Sponsoren, Helfern und interessierten Besuchern eingeweiht.
Nach der feierlichen Eröffnung um 10 Uhr und dem Puppenspiel „Kaspar und die Farben“ um 11 Uhr sind die „Trauminsel“ und das Theater für die Besucher geöffnet. Der Trauminsel-Tag wird gefüllt mit Musik, Puppenspiel und Unterhaltung für alle. Die Traumwerkstatt von Samuel Fleps wird im Traumgarten der Trauminsel ihr Traumzelt aufbauen und Mitmachspiele für Kinder und Erwachsene bereit halten.
Nach dem Tag der Eröffnung plant das Landestheater eine Festwoche vom 21. bis 27. September 08 mit Gästen rund um und in der „Trauminsel”. So z.B. erzählt und spielt am 25.9. von 11 bis 23 Uhr Schnickschnack-Entertainment – Allrot und Rotbard – Märchen für Kinder und Erwachsene. Ein Höhepunkt des Tages wird um 19.30 Uhr „Der Märchenschatz des Sultans Ramadan” sein, bei dem neben Allrot und Rotbard die orientalischen Tänzerin GHEJARIA zum Träumen einladen. Um 23 Uhr schicken Allrot und Rotbard die Besucher mit den erotischen Geschichten „Die Venusnarren” in die Nacht.

Die Theatersaison an der Westküste beginnt am 18. September in Meldorf mit dem Schauspiel „Der Gott des Gemetzels“ der Kultautorin Yasmina Reza, einer pointenreichen Komödie, in der das Gerüst bildungsbürgerlicher Normen und Konventionen an zwei ausgeschlagenen Kinderzähnen zerbricht.

Weitere Informationen zur Spielplan: www.sh-landestheater.de
Theater:
Schleswig-Holsteinisches Landestheater

http://www.sh-landestheater.de
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